Auszeichnung als "Gesunde Schule im Mühlenkreis"

Wer richtig schafft, der soll auch richtig essen

 

Elf Schulen erhalten die Auszeichnung »Gesunde Schule im Mühlenkreis« - ein Jahr gültig

Von Sarah Känner
Minden-Lübbecke (WB). Im Herbst 2007 konnten Schulen aus dem Kreisgebiet an dem Projekt »Gesunde Schule im Mühlenkreis« teilnehmen. In der Kampa-Halle wurden den erfolgreichen Absolventen am Montag, 21. April, die Urkunden überreicht.
Urkunde für die Hauptschule Lübbecke
»Gesunde Ernährung gehört wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu den Unterrichtsinhalten, die Kinder in der Schule erlernen«, erklärt Dr. Ralf Niermann, Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, in seiner Rede an alle Auszuzeichnenden und Helfern des Projektes. Letztes Jahr hatten alle weiterführenden Schulen des Kreisgebietes die Möglichkeit bekommen, sich um die Durchführung eines Gesundheitsprojektes mit dem Schwerpunktthema Ernährung zu bewerben (WB berichtete). Diätassistentinnen und Ernährungsberaterinnen haben dann den Schulen geholfen, neben der Theorie auch praktisch etwas auf die Beine zu stellen. Um nun die Auszeichnung zu bekommen, musste man drei Kriterien erfüllen: Eltern und Lehrkräfte mussten ohne externe Hilfe in Arbeitsgruppen das Projekt begleiten, das Thema Gesundheitsförderung muss zum allgemeinen Schulprogramm gehören, und die Schule muss bereits Erfahrung in der Umsetzung von Gesundheitsprojekten gehabt haben. »Die Auszeichnung wird immer nur für ein Jahr vergeben. Um sie für weitere Jahre zu bekommen, müssen sich die Schulen fortlaufend mit dem Thema auseinander setzen«, betonte Niermann. Auch Achim Lüker, Koordinator des Opus-Netzwerks NRW, steht voll hinter dem Projekt. »Wer etwas nicht will, findet Gründe. Wer etwas will, findet Wege!« So haben sich die vier großen Krankenkassen, die AOK, die BKK, die IKK und die Barmer, unbürokratisch zusammen um die Finanzierung gekümmert. »Das ist etwas Besonderes, schließlich stehen sie im Wettbewerb zueinander«, bemerkt Lüker. Wichtig ist, die Schüler zu motivieren, mehr Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen. Gesundheit sei eine Bedingung für Leistungsfähigkeit. In Zukunft werden die Kollegen an den Schulen das weiterführen, was sie von den Profis gelernt haben. So wird nachhaltig auf das Essverhalten der Kinder eingewirkt. Ausgezeichnet wurden: die Hauptschule Bad Oeynhausen, die Ernst-Wichert-Hauptschule Espelkamp, die Hauptschule Holzhausen, die Hauptschule Lübbecke, die Hauptschule Minden-Süd, die Hauptschule Petershagen, die Martinsschule Espelkamp, die Freiherr-von-Vincke-Realschule Minden, die Städtische Realschule Pr. Oldendorf, die Realschule Stemwede und das Gymnasium Rahden.
Artikel vom 22.04.2008

 

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