Medienerziehung - Vorbemerkungen

Die Bedeutung der Medien in unserer Gesellschaft hat in den letzten Jahren ständig  zugenommen. Der Übergang zu einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft bringt tiefgreifende Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen mit sich. Dies zeigt sich sowohl in der Vielfalt der Medien als auch an der steigenden Zahl von Programmen und Angeboten. Die Medienwelt wird komplexer und damit auch unüberschaubarer.
Besondere Bedeutung wird den neuen Medien, derzeit vor allen Dingen den Bereichen Multimedia und Telekommunikation beigemessen. Sie bieten nicht nur die Chancen für globales, zeitlich unabhängiges und weitgehend selbständiges Lernen, sondern eröffnen auch neue Aufgaben
in der Arbeitswelt der Zukunft. Es besteht inzwischen ein großer gesellschaftlicher Konsens darüber, dass Schulen eine zukunftsorientierte Medienausstattung benötigen und neue Technologien in das Bildungssystem integriert werden. Unstrittig ist, dass Schulen Medienkompetenzen als Schlüsselqualifikation vermitteln müssen, da ohne Computerkenntnisse ein Berufszugang künftig allenfalls in Ausnahmefällen möglich ist. Auch die Hauptschule hat die Verpflichtung die fachlichen Voraussetzungen für den Berufszugang zu vermitteln.

Voraussetzung zur Nutzung ist allerdings eine Medienerziehung, die sowohl die notwendigen Handlungskompetenzen im Umgang mit Medien als auch die kritische Reflektion der Inhalte und Angebote berücksichtigt.

Darüber hinaus muss bedacht werden, dass Medienerziehung nur ein Baustein der gesamten Entwicklung von Schule darstellt, sie ist integraler Bestandteil des Schulprogramms.