Kooperation Schule - Wirtschaft

 

Kooperation der Hauptschule Lübbecke mit der Gauselmann AG

ESPELKAMP/LÜBBECKE/BIELEFELD. „Dies ist die 99. Kooperation, die die IHK Ostwestfalen
zu Bielefeld zwischen allgemeinbildenden weiterführenden Schulen und Unternehmen vermitteln konnte!“, so die einleitenden Worte von Karl-Ernst Hunting, Leiter der Zweigstelle Minden der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld anlässlich der offiziellen Vertragsunterzeichnung zwischen der Gauselmann AG und der Hauptschule Lübbecke am vergangenen Montag in der Espelkamper Unternehmenszentrale.
Mit dem Projekt „IHK-Schule-Wirtschaft“ wolle man das Verständnis der Unternehmen
und Schulen für einander fördern und die Praxisorientierung von Unterricht und
Berufswahl stärken. Ziel sei es, so Hunting, die Ausbildungsreife der Schülerinnen und
Schüler zu verbessern und Möglichkeiten zu schaffen, sich mit den Anforderungen der
Wirtschaft bereits während der Schulzeit intensiv auseinander zu setzen.
Gastgeber und Vorstandsmitglied Armin Gauselmann dankte den anwesenden IHKVertretern
Karl-Ernst Hunting, und Projektkoordinator Maik Scholz-Gutknecht für die
gute Betreuung und Beratung im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Planung
dieser Kooperation. Darüber hinaus galt sein Dank vor allem der engagierten
Lehrerschaft der Hauptschule Lübbecke, die – ebenso wie die Unternehmensgruppe
selbst – den unterzeichneten Vertrag nun mit Leben füllen müssten. Dass dies auf
jeden Fall reibungslos und erfolgreich funktionieren wird, sei für ihn keine Frage,
immerhin bestehe bereits seit 1999 eine ungezwungene Zusammenarbeit in
unterschiedlichen Bereichen zwischen dem Unternehmen und der Schule.
Größere Praxisnähe – Berufswahlorientierung – Verzahnung von Theorie und Praxis,
so die Schlagwörter der Kooperationsinitiative IHK-SCHULE-WIRTSCHAFT. Immer
mehr Unternehmen erkennen laut IHK, dass für eine qualitativ ausgewogene
Nachwuchsrekrutierung im eigenen Betrieb durchaus auch mit Real- und
Hauptschulabsolventen sichergestellt werden kann. Insbesondere bei gezielter
Motivation und einem reellen Angebot an Chancen entwickelten Schülerinnen und
Schüler von Hauptschulen großartige Potentiale, die dem gesamtgesellschaftlichen
Problem des Führungskräftemangels zusätzlich entgegenwirken könne.
Im Hause Gauselmann steht darüber hinaus besonders ein Grundgedanke im
Vordergrund: „Wir hoffen, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 mit dem
sehr vielseitigen Maßnahmenkatalog, der in diesem Vertrag fixiert wurde, mehr

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Talente vermitteln zu können!“, betonte Armin
Gauselmann.
Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen, zu denen zum Beispiel in der
Jahrgangsstufe 8 wöchentliche Tagespraktika im kaufmännischen und technischen
Bereich gehören, erfolgt in einem kleinen Team bestehend aus Mitarbeitern des
Unternehmens und einzelnen Lehrern der Hauptschule. Beide Seiten treffen sich
darüber hinaus regelmäßig zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Zu den weiteren geplanten Projekten der Kooperation gehören des Weiteren auch:
Berufsorientierung durch Tests und allgemeine Info-Veranstaltungen, MathematikÜbungen
aus der Praxis, Expertenrunden zu den Themen Bewerbung, Berufsschule,
Ausbildung etc., Projektarbeiten zum Thema „Aufbau und Organisation eines
Wirtschaftsunternehmens“, Praktischer Technikunterricht, mehrwöchige Praktika im
Unternehmen .
Wolfgang Regenbrecht, Personalleiter der Gauselmann AG, kündigte an, bereits mit
weiteren allgemeinbildenden Schulen im Einzugsgebiet des Unternehmens in Kontakt
zu stehen. „Das Kooperationsmodell IHK-Schule-Wirtschaft bietet allen Beteiligten eine
ganze Reihe von Vorteilen: mit Hilfe einer umfassenden und gezielten
Informationsstrategie können wir die oft noch unterschätzte Vielfalt an
Ausbildungsmöglichkeiten mit den daraus resultierenden beruflichen Perspektiven
innerhalb des Konzerns vermitteln. Außerdem verstärkt die frühzeitige Kommunikation
über Qualitätsanforderungen und Jobprofile mit Sicherheit auch die eigene Motivation
sowie ein gesundes Maß an Ehrgeiz der Schülerinnen und Schüler, was sich ganz
sicher als positive Signatur in der individuellen Lebenseinstellung widerspiegeln wird.“

 

Espelkamp, 4. Februar 2009

 

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