Berufsorientierung an der Hauptschule Lübbecke
Gesellschaftliche Hintergründe
Neue Technologien und die zunehmende Globalisierung der Arbeits- und Produktionsprozesse haben in den letzten Jahren zu einer rasanten Veränderung der Berufs- und Arbeitswelt geführt Die berufliche Bildung muss sich diesen Bedingungen stellen und reagiert mit wachsenden Anforderungen an Wissen und Können sowie die persönliche Kompetenz der Ausbildungsbewerber.
Am Ende der Schulzeit treffen unsere Schülerinnen und Schüler mit der Wahl einer Berufsausbildung eine wichtige Entscheidung für den späteren beruflichen Werdegang. Auch wenn das lebenslange Lernen im Verhältnis zum einmal erlernten Beruf an Bedeutung gewinnt, handelt es sich bei der Wahl der Erstausbildung um eine zentrale Weichenstellung. Bei der angespannten Ausbildungsmarktsituation haben es unsere Hauptschüler zudem schwer, sich gegen die Konkurrenz von Bewerbern aus anderen Schulformen zu behaupten. Daher ist die richtige Berufswahl zunehmend schwierig und trotz der Fülle an Informationsmaterialien eine große Herausforderung, die kaum ohne Hilfestellung und qualifizierte Beratung gelingen kann.
Schülerinnen und Schüler müssen daher in der Schule möglichst gut auf eine begründete Berufswahlentscheidung vorbereitet und zur Aufnahme einer Berufsausbildung befähigt werden. Herkömmliche Konzepte der Berufsorientierung und –vorbereitung (Arbeitslehrefächer Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaftslehre) und zwei Praktika erscheinen dazu nicht mehr ausreichend. Die Hauptschule Lübbecke hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, mit einem Ausbau vor allem praxisorientierter Maßnahmen und Einbeziehung außerschulischer Partner ihr Berufsvorbereitungskonzept zu erweitern und ihre Schülerinnen und Schüler auf dem Weg von der Schule in den Beruf zu unterstützen.
Da die Berufsfindung ein langfristiger Prozess ist, müssen die schulischen Maßnahmen frühzeitig beginnen und kontinuierlich und systematisch aufgebaut sein. Die Schule kann dabei nur ein (wenn auch wesentliches) Element sein, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und natürlich dem Elternhaus ist zwingend notwendig, um zielorientiert und letztlich erfolgreich arbeiten zu können.
Seit 2006 führt die Hauptschule Lübbecke ihre Schülerinnen und Schüler bereits in der 8. Klasse an die Praxis des Arbeits- und Berufslebens heran, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu orientieren, Anforderungen kennen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, Vorstellungen in der Praxis zu überprüfen und Fähigkeiten zu erproben.
