

Berufsorientierungscamp der achten Klassen
Die Hauptschule Lübbecke erhielt in diesem Jahr auf Antrag den Zuschlag für die Durchführung eines Berufsorientierungscamps. 7500€ wurden uns aus dem Projekt „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ zur Verfügung gestellt, um unsere Schülerinnen und Schüler der achten Klassen auf außergewöhnliche Art und Weise an das Thema Berufswahl heranzuführen.
60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 nahmen vom 29.9. bis 2.10. an einem viertägigen Berufsorientierungscamp teil, das gemeinsam mit Trainern des tbz-Bildung Paderborn geplant und durchgeführt wurde. Auftakt bildete ein Aktionstag an der Hauptschule. Geschulte Erlebnispädagogen zeigten den Schülerinnen und Schülern mit verschiedenen Teamaktionsaufgaben, wie wichtig Kommunikation ist, wenn man gemeinsam ein Ziel erreichen will, wie es ja das Berufsleben fordert. Gescheiterte Versuche, z.B. mit Hilfe eines Seils einzelne Teammitglieder von der Uferseite eines Säuresees auf eine Insel zu bringen, führten zu immer wieder neuen gemeinsamen Überlegungen und Rollenverteilungen, bis das Ziel schließlich erreicht war.
Die folgenden beiden Tage verbrachten die Klassen im Technologie- und Bildungszentrum „tbz Bildung“ in Paderborn. In Ausbildungswerkstätten konnte jeder Schüler drei selbst gewählte Berufsfelder unter der Anleitung von Handwerksmeistern praktisch kennen lernen. Am Ende des Tages wurden die vielfältigen Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse ausgetauscht.
Ergänzt wurde der Aufenthalt in Paderborn durch den Besuch eines Hochseilgartens. Dem strömendem Regen und Höhenangst zum Trotz forderten sich alle Schülerinnen und Schüler heraus. „Das war die größte Angst, die ich je hatte...Und ich hab´s geschafft!“ so Janina. Dieses Highlight als Stärkung von Selbstvertrauen und Wir-Gefühl bleibt sicherlich noch lange in den Köpfen aller haften.
Den Abschluss bildete wieder ein Tag auf dem Gelände der Hauptschule. Ein neues Teamaktionsspiel zeigte deutlich, wie Teamgeist, Verantwortungsgefühl und Selbstbewusstsein gewachsen waren – trotz deutlich sichtbarer Erschöpfung aller.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Tagen wurden an einem nachträglich eingeschobenen Dokumentationstag vertieft und auf Plakaten festgehalten. Diese präsentierten die Campteilnehmer anschließend im Rahmen einer kleinen Ausstellung, bei der auch die in den Werkstätten erstellten Produkte gezeigt wurden, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, Eltern und Lehrkräften und einem Vertreter der Arbeitsagentur.

Wie positiv das BOC von den Beteiligten eingeschätzt wird, zeigen folgende Zitate:
Schülerinnen und Schüler:
„Das BOC war toll, weil man verschiedene Berufe kennen lernen konnte und jetzt besser weiß, was man da machen muss.“
„Ich fand´s gut, weil ich jetzt weiß, was ich machen will.“
„Ich habe gelernt, dass man nicht gleich aufgeben soll, sondern weiter kämpfen muss, wenn man sein Ziel erreichen will.“
„Kletterpark war Hammer!“
„Ich hatte noch nie so viel Angst - aber ich hab´s geschafft!“
Mutter:
„Was Besseres kann den Jugendlichen doch gar nicht passieren. Berufe praktisch ausprobieren und außerdem noch so ein tolles Teamtraining!“

Lehrerstatement:
"Wir haben unser Ziel erreicht: Die Schülerinnen und Schüler konnten erste Erfahrungen in Berufsfeldern sammeln und ihre Zu- oder Abneigungen für sich festlegen. Aktionen zur Teamfähigkeit - mit dem Höhepunkt im Kletterpark - brachten die Gruppe deutlich sichtbar in ein Miteinander. Aus einigen sich selbst darstellenden und sich heraushaltenden Einzelkämpfern wurde ein Team. Ich hoffe, dass sich wenigstens ein kleiner Anteil daraus ins weitere Leben der Jugendlichen überträgt."
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